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FRANK ZAPPA “THE ROXY MOVIE” (THE CD)     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Frank Zappa - Roxy The Movie

TRACKLISTING:

01.  Something Terrible Has Happened (Intro)
02.  Cosmik Debris
03.  Penguin In Bondage
04.  T’Mershi Duween
05.  Dog/Meat
06.  RDNZL
07.  Echinda’s Arf(Of You)
08.  Don’t You Ever Wash That Thing
09.  Cheepnis-Percussion
10.  Cheepnis
11.  Be-Bop Tango

Label: Zappa Records

AVANTGARDE ROCK

Für Fans von:  John Zorn - The Mars Volta -  Col. Bruce Hampton

USA

Mit CDs, deren Inhalte es auch auf DVD gibt, halte ich es genau so wie mit Büchern und Filmen. Zuerst die CD respektive das Buch und dann erst die visuelle Umsetzung. Bei Filmen ist man - kennt Ihr ja - meist enttäuscht, bei Musik DVDs in den wenigsten Fällen, aber bevor ich mich von den Bildern beeinflussen lasse in meiner Meinung, möchte ich zunächst die Ohren alleine entscheiden lassen über das Dargebotene, auch wenn es hier auf der beiliegenden CD nur einen Teil (5 Songs) der im Konzert gespielten Songs befindet.

Die Stücke wurden im Jahr 1973 aufgenommen während der Konzertreihe im legendären „Roxy Theatre“ von Los Angeles. Nach humorvollen Einstieg von FRANK ZAPPA (er macht die Zuschauer gleich mal darauf aufmerksam für etwaige Fehler, die bei der Aufnahme auftreten könnten – ob er damals schlafende Hunde geweckt hat – aber dazu etwas später) geht es direkt hinein in „Cosmic Debris“, ein cooler relaxter Piano-Rock-Jazz-Groove, in dem in Minute 03:05 Napoleon Brock Murphy die Aufforderung bekommt, einen ersten Solo auf seinem Tenorsaxophon beizusteuern. Nach einem weiteren Solo von Keyboarder George Duke kommt der Meister und wühlt einen ebenfalls starken Leadbreak aus dem Lautsprecher. Den Song gibt es im Original auf dem 74er Album „Apostrophe“, das erste Zappa-Album, zu dem ich durch Zufall gekommen bin und dadurch auch irgendwo eine besondere Beziehung zum Stück habe. Habe ich – nicht übertrieben – mindestens 1000 Mal gehört inzwischen. War auch die B-Seite der Single „Don’t Eat The Yellow Snow“ gewesen. Die Originallänge wird hier von 04:14 auf 09:45 ausgeweitet. Zwischen den Songs erklärt FZ seinem Publikum auch kurz, wo die 4 Kameras, die das Konzert filmen, angebracht worden sind. Danach betritt der „Penguin In Bondage“ die Bühne – das Stück ist damals für die „Roxy & Elsewhere“ Platte zusammengeschnitten worden aus diesem und einem weiteren Konzert in Chicago.

Nach einem prog-jazzigen/art-rockigen Intermezzo kommt der Übergang zu „T’Mershi Duween“ – Xylophon (gespielt von Ruth Underwood) und Turbo-Balkan-Rhythmen gesellen sich zum ungewöhnlichen Klangbild – FZ & The Mothers Of Invention waren schon in den 60er Jahren ihrer Zeit vorausgewesen und galten als Blaupause für viele nachfolgenden Bands wie „Yes“, „Gentle Giant“ oder „King Crimson“. FZ brettert auf seiner Gibson SG ein Gemisch aus pentatonischer Bluestonleiter und für normale Ohren schräg klingender indonesischer Pelog-Skala, GD schließt sich an mit ebenso starkem Solo – instrumentaler Fusion-Rock der höheren Evolutionsstufe, den die Musiker hier zelebrieren. In „Don’t You Ever Wash That Thing” kommen beide Drummer (Ralph Humphrey und Chester Thompson) zu einem ausgedehnteren Schlagzeugsolo – ach, wie vermisse ich die guten alten Zeiten, als sich damals noch auf fast jedem Live Album die holzhackende Trommelzunft mit mindestes einem längeres Feature verewigte. Beim „Be-Bop Tango“ – kennt Ihr natürlich auch, das gab es schon auf dem 1974er  Doppel-Live-Album “Roxy & Elsewhere” – werden Fans aus dem Publikum vom Meister auf die Bühne gebeten, um zum Scat-Gesang von George Duke zu tanzen. Kult! Jetzt bin ich gespannt auf den Film.

VÖ: 30.10.15

Verfügbar: DVD+CD & DVD & Blu-ray

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.zappa.com/  &  https://youtu.be/wQG3JLxfLdc (Film-Trailer)

DVD INFOS

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